Konzeption - 7

 

5. Bild vom Kind: "Das kompetente Kind"

Hortkinder sind sehr eigenständige Persönlichkeiten, die sich mit ihrer Umwelt aktiv handelnd auseinandersetzen. Sie lernen ihre Freizeit eigenverantwortlich, selbstbestimmt und kompetent zu gestalten. Deshalb brauchen sie auch für ihre Entwicklung herausfordernde Situationen um Neues auszuprobieren, sowie Mut und Risikobereitschaft zu beweisen.

Der Lebens- und Erfahrungsraum der Hortkinder erweitert sich wesentlich im Vergleich zum Kindergartenalter, jedoch bleiben ihnen wegen der Schule und ihren Hausaufgaben weniger Möglichkeiten zum Selbstgestalten und zum vielfältigen Tun. Deshalb ist es uns ein besonderes Anliegen, den Hortkindern dieses zu gewährleisten, indem wir ihnen so viel Freiraum wie möglich und nur so viel Aufsicht wie nötig bieten.

 

6. Pädagogische Ziele:

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht das Erlernen vielfältiger, sozialer Kompetenzen, Werte und Regeln, wodurch die Kinder in ihrer Persönlichkeit geformt und gestärkt werden. Somit wird ihnen der Grundstein in eine solide Zukunft gelegt.

Das seelische und körperliche Wohlbefinden der Kinder steht bei uns an erster Stelle. Geborgenheit und Herzlichkeit prägt die Atmosphäre unseres Hauses. Wir legen Wert darauf, unsere Angebote vielfältig und an den Bedürfnissen der Kinder orientiert anzubieten.

In unserer pädagogischen Arbeit orientieren wir uns am Situationsansatz, das heißt an den Lebenssituationen der Kinder. Dabei werden aktuelle Situationen der Kinder in Anlehnung an Alltagserfahrungen und -erlebnissen aufgegriffen. Der Alters- und Entwicklungsstand der Kinder wird dabei berücksichtigt. Dieses Prinzip beinhaltet ein ganzheitliches Lernen mit allen Sinnen, wobei sich Kinder selbst- oder fremdmotiviert einbringen können. Wir wollen so das Selbstvertrauen und die Selbständigkeit unserer Kinder stärken.

Partizipation ist ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Durch Mitsprache, Beteiligung, Mitwirkung und Mitbestimmung lernen die Kinder ihre Grundrechte kennen und mit ihnen sinnvoll umzugehen. Zum Beispiel werden die Kinder in die Planung des Wochenablaufs oder der Ferien miteinbezogen. Ebenso werden Regeln gemeinsam in Kinderkonferenzen diskutiert und aufgestellt. Dabei legen wir Wert auf sprachliche und kulturelle Aufgeschlossenheit. Zudem haben unsere Kinder das Recht sich, nach §45 SGB 8, bei Unzufriedenheiten zu beschweren. Von diesem Recht können sie in unseren Kinderkonferenzen, Krisensitzungen und Gesprächskreisen Gebrauch machen.

   

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