Konzeption - Seite 10

 


  

7.4. Ferienbetreuung

 

Pferdeprojekt 2016

 

Ferien in unserem Hort sind etwas ganz besonderes. Mit wenigen Schließzeiten im Jahr bieten wir eine ausgeprägte Ferienbetreuung. Da die Eltern nicht so lange Urlaub haben wie die Kinder Ferien, verbringen in dieser Zeit mal mehr, mal weniger Schüler den Tag im Hort. Es ist wichtig, den Kindern, die nicht in den Urlaub gefahren sind, eine schöne Ferienzeit zu ermöglichen. Die Feriengestaltung erfolgt in Absprache mit den Kindern, in dem wir gemeinsam pädagogisch sinnvolle und abwechslungsreiche Ferienprogramme zusammenstellen. 
Ein kleiner Teil unseres Ferienprogramms beinhaltet Eislaufen, Minigolfen, Kinobesuche, Ausflüge und Exkursionen in der näheren Umgebung verbunden mit den Walderlebnistagen, ein Tag im Tierpark, ein Spaziergang durch die Stadt, Ausflüge zu kulturellen Veranstaltungen, sowie ein Besuch der Bücherei, dem Kinder -und Jugendmuseum, Ausstellungen und Galerien. Auch ohne Fernsehen und Computer kennen die Kinder keine Langeweile. Spiele wie "Monopoly" und "Siedler von Catan" können endlich einmal bis zum Ende gespielt werden. Nach den Ferien hängen wir oft Fotos im Hort auf und tauschen uns innerhalb der Gruppe bezüglich der Ferienerlebnisse aus.

 

7.5. Umgang mit Konflikten

 

Tägliche Konflikte sind sehr wichtig, da sie Lernmöglichkeiten bieten und positive Erfahrungen mit sich bringen können. Aus diesem Grund sollten Konflikte nicht als "Störfaktor" schnell übergangen oder aus der Welt geschafft werden. Damit Kinder aus Konflikten lernen, darf der Betreuer nicht als Richter auftreten. Bei uns ist er permanent in einer Schiedsrichterfunktion anwesend, gibt Hilfestellungen und achtet darauf, dass die Kinder eigenständig Lösungen finden, die für alle Beteiligten am Konflikt zufrieden stellend und akzeptierbar sind. Es ist wichtig, dass nach einer gemeinsamen Konfliktbearbeitung sich niemand als Gewinner oder Verlierer fühlt. Häufiges Verlieren kann zu einem schlechten Selbstwertgefühl führen und zu neuem Fehlverhalten anregen, z. B. aus dem Hinterhalt erneut provozieren oder sich bei nächster Gelegenheit rächen. Unsere Vorgehensweise bei der Konfliktbearbeitung läuft immer nach dem gleichen Schema ab. Zunächst wird die Konfliktsituation mit allen beteiligten Kindern besprochen und dann nach einer für alle Beteiligten akzeptablen Lösung gesucht Da die Kinder oft emotional stark in das Geschehen verwickelt sind, dauert es oft lang, bis der Konflikt durchschaubar und sachlich besprochen werden kann. Aber nur wenn sich wirklich alle auch diese notwendige Zeit für diese Konfliktbearbeitung nehmen, können die Kinder auch etwas dabei lernen.

 

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