Konzeption

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Hier können Sie die
zugrunde liegende
Rahmenkonzeption
der AWO-Kindertagesstätten
als PDF herunterladen.

 

 

 

1. Vorwort

Der Hort ist nicht nur eine Einrichtung für Kinder erwerbstätiger Eltern, sondern steht auch für jene offen, die nach der Schule Kontakte und Aktivitäten in einer gleichaltrigen Gruppe suchen. Aber auch die Kinder finden einen Platz, die sich Erwachsenen anvertrauen wollen, ohne von ihnen dirigiert und kontrolliert zu werden.

Der Hort möchte als eigenständige und pädagogische Einrichtung für Kinder verstanden werden und ein Ort für bereichernde Kindheitserfahrungen sein. Das betrifft sowohl die Erfahrungen in der Gruppe der Gleichaltrigen, als auch mit Erwachsenen. Die Betreuer verstehen sich als Verantwortliche für eine gelingende und glückliche Kindheit.

Zudem ist der Hort unter anderem ein Ort, an dem es gelingen soll, das Recht auf Kindheit und das Recht auf Zusammenleben mit Gleichaltrigen und Erwachsenen ernst zu nehmen und den Zugang zur Lebenswelt des Menschen zu erschließen.

Die Kinderhorte der AWO (Arbeiterwohlfahrt) orientieren sich in allererster Linie an den Bedürfnissen von Kindern und Eltern. Kinder sind die Hauptpersonen! Sie benötigen ein hohes Maß an Schutz, Liebe und Verständnis. Sie brauchen Anleitung und Förderung zur Entwicklung ihrer Fähigkeiten.

Unsere Kinderhorte sind Betreuungs-, Lern- und Spielorte in einem, die den Schulkindern wichtige Erfahrungsfelder, wie z.B. Verantwortungsbewusstsein, Selbstständigkeit, Teamfähigkeit, Toleranz, Lernen zu lernen, Zeitmanagement, Mitspracherecht und Konfliktstrategien öffnen.

 

 Kinder und Team 2015

 


 

2. Wir über uns

Unser Kinderhort liegt im Schulzentrum von Füssen, gegenüber der Grundschule, zwei Häuser neben der Erich-Kästner-Schule und in direkter Nähe zum Gymnasium, sowie zu der Mittelschule. So müssen die Kinder nur einmal die Straße überqueren um in unsere Einrichtung zu gelangen.

Ebenfalls in unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die neue AWO-Kindertagesstätte. In fünf Minuten sind der Galgenbichl und der Ziegelberg zu erreichen, die wir gerne für Ausflüge in die Natur nutzen.

Grund und Haus mit Innenausstattung sind im Besitz der Stadt Füssen. Ihr obliegt die Pflege und Instandhaltung unserer Einrichtung.


AWO Bezirksverband Schwaben e.V.
Sonnenstraße 10
86361 Stadtbergen
Tel.: 0821 / 43001-0
Fax: 0821 / 43001-10
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


AWO Kinderhort
Augustenstraße 23
87629 Füssen
Tel.: 08362 / 940266
Fax: 08362 / 9252222

 

 2.1. Unsere Kinder

Unser Kinderhort ist eine familienergänzende Einrichtung und wir nehmen prinzipiell alle schulpflichtigen Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren in unsere Gemeinschaft auf. In der Geschichte unserer Einrichtung haben wir Kinder aus 15 verschiedenen Nationen betreut.

Wir bieten für Kinder verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und Nationalitäten ein differenziertes, vielschichtiges, bildendes und soziales Lernangebot um bestmögliche Chancengleichheit und soziale Integration zu gewährleisten.

Eine Vielfalt der Kulturen in unserer Einrichtung ist sowohl Anregung als auch Bereicherung und bietet Lernchancen für die Gemeinschaft. Individuelle Stärken der Kinder werden unabhängig vom Geschlecht gefördert und auf gleiche Beteiligungschancen von Jungen und Mädchen wird besonders geachtet.

Die Kinder, die unsere Einrichtung besuchen, sind in Füssen und Umgebung zu Hause. Sie leben in den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und Wohngegenden. Alle bereichern unsere Einrichtung mit ihren Erfahrungen.

Unser Kinderhort wird von ca. 54 Mädchen und Jungen im schulpflichtigen Alter besucht, die in zwei Bezugsgruppen eingeteilt sind. Die gute Zusammenarbeit mit der Grund-, Mittelschule, Erich-Kästner-Schule, Realschule, dem Gymnasium und den drei Kindergärten der Stadt ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.

 


 

2.2. Unser Haus

Seit dem Herbst 2012 hat der Kinderhort eine neue Heimat gefunden. Wir sind in das ehemalige Gebäude des Kindergartens "Pusteblume" umgezogen. Nachdem für den Kindergarten ein neues Haus gebaut wurde, das zusätzlich einer Kinderkrippe Platz bietet, wurde zunächst eine Komplettsanierung und -renovierung durchgeführt. Hier stehen uns drei Stockwerke zur Verfügung. Der Garten und unsere Mensa werden gemeinsam mit der Grundschule Füssen genutzt. 

1. Erdgeschoss:

Dieses dient als Mensa zum Mittagessen für unsere Hortkinder, die Kinder der Ganztagsklassen und der verlängerten Mittagsbetreuung. Unsere Essenszeit beginnt um 13:15 Uhr, sodass alle Hortkinder und Betreuer gemeinsam das MIttagessen genießen können. Der Essensraum steht uns ab 14:30 Uhr als Mehrzweckraum für Bewegungs-, Erlebnispädagogik und Tanzprojekte zur Verfügung. Dieses ist besonders wichtig, da so unsere Kinder ihren natürlichen Bewegungsdrang nachgehen können. Auch ein Leseraum für unsere ehrenamtilchen Lese- und Rechenpaten steht uns hier zur Verfügung. In diesem werden spielerisch die Sprach- und Lesekompetenz der Kinder gestärkt.  

 2. Obergeschoss:

Das Spielzimmer ist durch bestimmte Funktionsecken zum Lebens-, Bildungs- und Lernraum geworden. Dieses beinhaltet eine Lese- und Bauecke, sowie einen großen Gemeinschaftstisch an dem die Kinder Spiele spielen, malen, sich unterhalten, Bügelperlenbilder, u.v.m machen können. Zudem befinden sich ein Kicker und ein Billardtisch im Raum, die von den Kindern gerne genutzt werden. So stärken wir die indiviudelle und altersentsprechende Entwicklung der Kinder.

Nebenan ist unser Zirkusraum, der von den Kindern selbst bestimmt und mit den Betreuern eingerichtet wurde. In diesem befinden sich zwei Klettergerüste, ein Verkleidungsschrank und ein Wurfspiel. Auch kann dieser Raum von älteren Kindern genutzt werden, die auch einmal ungestört spielen oder eventuell Themen allein besprechen möchten.

Die gegenüberliegende Küche wird als Personalküche genutzt. Der angrenzende Personalraum dient vormittags als PC-, Vorbereitungs- und Gesprächsraum und montags als Teambesprechungsraum. 

Angrenzend befindet sich das Büro unserer Leitung. Außerdem gibt es zwei Sanitärräume (einen für die Mädchen und einen für die Jungen) mit jeweils einem Schrank für Wechselkleider. Im Flur befinden sich die Garderobenplätze für unsere ca. 54 Kinder.

 

 


 

3. Obergeschoss:

Der große Gruppenraum dient als Hausaufgabenraum, da er aufgrund seiner Hellhörigkeit als Bewegungsraum nicht genutzt werden kann. In diesem Zimmer erledigen 54 Kinder von 11:15 Uhr bis 16:00 Uhr mit MIttagspause (13:15 Uhr - 13:40 Uhr) ihre schulischen Anforderungen. Durch bestimmte pädagogische Maßnahmen wurde der Raum sinnvoll eingerichtet. Da wir unterschiedliche Lerntypen in unserer Einrichtung haben, legen wir besonders Wert darauf ihnen verschiedene Möglichkeiten anzubieten um ihre Hausaufgaben zu erledigen. Der Raum ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Einmal für die Erst- und Zweitklässler und die andere Hälfte für die Dritt- bis Fünftklässler. 

Außerdem gibt es in diesem Stockwerk ein Rollenspielzimmer, in dem sich die Kinder zurückziehen oder kreative Rollenspiele entwickeln können. Hier verkleiden sie sich und lassen ihrer Fantasie freien Lauf. Gegenüber befindet sich das Atelier, welches den Kindern die Möglichkeit bietet mit verschiedenen Materialien fantasievoll zu experimentieren und zu basteln. Auch findet hier das Heinzelmännchenprojekt statt, bei dem die Kinder ihre handwerklichen und gestalterischen Fähigkeiten schulen können. 

4. Garten:

Außerhalb des Hauses steht uns ein schöner, großer Garten zur Verfügung, den wir gemeinsam mit der Mittagsbetreuung nutzen. Hier befinden sich ein großer Sandkasten, ein Klettergerüst und Spielhaus, Wipptiere, eine Werkhütte, eine Tischtennisplatte und viele flexible Spielgeräte, die wir in einem Schuppen aufbewahren. 

 

 


 

2.3. Unsere Öffnungszeiten/ Schließzeiten

Die Betreuung beginnt während der Schulzeit um 11:10 Uhr und endet um 17.15 Uhr. Bei Unterrichtsausfall oder verspätetem Unterrichtsbeginn steht den Eltern der Hort selbstverständlich nach Absprache schon ab 9:15 Uhr zur Verfügung. In den Ferien werden die Kinder ab 7.00 Uhr bis 16.15 Uhr betreut. Die Ankunftszeiten der Kinder ergeben sich aus ihrem Stundenplan und die Abholzeiten sind flexibel. 

Unsere Ferienschließzeiten liegen bei ca. 20 Tagen im Jahr und werden jeweils im September bekannt gegeben. Der Hort bleibt gewöhnlich die ersten drei Wochen der Sommerferien und über Weihnachten und Neujahr geschlossen. Die aktuellen Betreuungs- und Buchungszeiten können sie der letzten Seite entnehmen.

 

2.4. Unser Team

Unser Team besteht aus sieben kompetenten Mitarbeitern mit pädagogischer Ausbildung. Dazu gehören vier Erzieherinnen und drei Kinderpflegerinnen. Ebenfalls gehören zu unserer Einrichtung zwei Reinigungskräfte, ein Hausmeister, ein Musiklehrer, sowie viele ehrenamtliche Lese- und Rechenpaten, die die Kinder zusätzlich fördern.

Wir nehmen regelmäßig an professionellen Fortbildungskursen, Arbeitskreisen, Seminaren und Tagungen teil. Dadurch wird die Qualität unserer pädagogischen Arbeit sichergestellt. Regelmäßige Teamsitzungen und Reflexionen sind ein Garant für die Weiterentwicklung des pädagogischen Know-hows.

 

In unserem Hort gibt es verschiedene regelmäßige Besprechungsstrukturen: 

1. Die tägliche Besprechung:

Hier wird der Ablauf des Tages besprochen, Besonderheiten und Änderungen werden berücksichtigt und in die Planung mit einbezogen.

2. Die Teamsitzungen:

Diese dienen zur Vor- und Nachbereitung von Eltern-, Lehrer- und Fachdienstgesprächen, zum Austauschen von Bildungsdokumentationen kindlicher Entwicklungsschritte, zur Abstimmung von Dienstplänen,   zur Planung der Aktionstage/Ferienbetreuung, Anschaffungen, der Raumgestaltung und Projekten.

 

 


 

3. Unser Träger

Träger unseres Kinderhortes ist die Arbeiterwohlfahrt, Bezirksverband Schwaben e.V. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist ein politisch unabhängiger, konfessionell neutraler Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege. Dieser ist demokratisch und föderativ aufgebaut und dessen Willensbildung geht von den Mitgliedern aus. Die AWO bestimmt ihr Handeln durch die Werte und Ziele ihres Verbandes:

  1. Sie praktiziert Solidarität und stärkt die Verantwortung der Menschen für die Gemeinschaft.
  2. Sie fördert demokratisches und soziales Denken und Handeln.
  3. Toleranz bedeutet Respekt vor den unterschiedlichen Weltanschauungen, Religionen und Nationalitäten.
  4. Freiheit ist die Freiheit eines jeden, auch des anderes Denkenden.
  5. Gerechtigkeit heißt, sich für eine sozial gerechte Gesellschaft einzusetzen.
  6. Gleichheit gründet in der gleichen Würde aller Menschen.

 

Der Verband unterhält in Schwaben über 100 Einrichtungen und Dienste im Bereich der Alten- und Jugendhilfe, der Behindertenhilfe sowie Familien- und Ausländerarbeit.

 


4. Rechtliche Grundlagen

Die rechtlichen Grundlagen unserer Arbeit sind verankert im Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG), im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) sowie im Sozialgesetzbuch (SGB) VIII. Unseren pädagogischen Auftrag entnehmen wir dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (B.E.P.) Dieser beschreibt zum Einen die Basiskompetenzen, die bei schulpflichtigen Kindern gefördert werden sollen wie z. B. positives Selbstwertgefühl und Verantwortungsübernahme der Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit.

Zum Anderen stehen neue und aktuelle Förderschwerpunkte im Mittelpunkt: die interkulturelle und geschlechtsspezifische Erziehung, die Förderung von Kindern mit Entwicklungsrisiken, die Begleitung der Kinder durch die Schulzeit mit konstruktiven Hilfestellungen bei den Hausaufgaben sowie die mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung.

 

 


 

5. Bild vom Kind: "Das kompetente Kind"

Hortkinder sind sehr eigenständige Persönlichkeiten, die sich mit ihrer Umwelt aktiv handelnd auseinandersetzen. Sie lernen ihre Freizeit eigenverantwortlich, selbstbestimmt und kompetent zu gestalten. Deshalb brauchen sie auch für ihre Entwicklung herausfordernde Situationen um Neues auszuprobieren, sowie Mut und Risikobereitschaft zu beweisen.

Der Lebens- und Erfahrungsraum der Hortkinder erweitert sich wesentlich im Vergleich zum Kindergartenalter, jedoch bleiben ihnen wegen der Schule und ihren Hausaufgaben weniger Möglichkeiten zum Selbstgestalten und zum vielfältigen Tun. Deshalb ist es uns ein besonderes Anliegen, den Hortkindern dieses zu gewährleisten, indem wir ihnen so viel Freiraum wie möglich und nur so viel Aufsicht wie nötig bieten.

 

6. Pädagogische Ziele:

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht das Erlernen vielfältiger, sozialer Kompetenzen, Werte und Regeln, wodurch die Kinder in ihrer Persönlichkeit geformt und gestärkt werden. Somit wird ihnen der Grundstein in eine solide Zukunft gelegt.

Das seelische und körperliche Wohlbefinden der Kinder steht bei uns an erster Stelle. Geborgenheit und Herzlichkeit prägt die Atmosphäre unseres Hauses. Wir legen Wert darauf, unsere Angebote vielfältig und an den Bedürfnissen der Kinder orientiert anzubieten.

In unserer pädagogischen Arbeit orientieren wir uns am Situationsansatz, das heißt an den Lebenssituationen der Kinder. Dabei werden aktuelle Situationen der Kinder in Anlehnung an Alltagserfahrungen und -erlebnissen aufgegriffen. Der Alters- und Entwicklungsstand der Kinder wird dabei berücksichtigt. Dieses Prinzip beinhaltet ein ganzheitliches Lernen mit allen Sinnen, wobei sich Kinder selbst- oder fremdmotiviert einbringen können. Wir wollen so das Selbstvertrauen und die Selbständigkeit unserer Kinder stärken.

Partizipation ist ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Durch Mitsprache, Beteiligung, Mitwirkung und Mitbestimmung lernen die Kinder ihre Grundrechte kennen und mit ihnen sinnvoll umzugehen. Zum Beispiel werden die Kinder in die Planung des Wochenablaufs oder der Ferien miteinbezogen. Ebenso werden Regeln gemeinsam in Kinderkonferenzen diskutiert und aufgestellt. Dabei legen wir Wert auf sprachliche und kulturelle Aufgeschlossenheit. Zudem haben unsere Kinder das Recht sich, nach §45 SGB 8, bei Unzufriedenheiten zu beschweren. Von diesem Recht können sie in unseren Kinderkonferenzen, Krisensitzungen und Gesprächskreisen Gebrauch machen.

   


  

Im Zentrum unserer pädagogischen Aufmerksamkeit steht der Respekt vor der Individualität eines jeden Kindes und seinem inneren Entwicklungsplan in Verbindung mit seinem seelischen und körperlichen Wohlbefinden. 

Wir wollen für unsere Kinder, dass sie lernen: 

  • Entscheidungen zu treffen und Verantwortung für ihr Handeln zu tragen
  • Sich selbst und anderen zu vertrauen
  • Sich mit Schwierigkeiten und Konfliktsituationen auseinanderzusetzen und nach Lösungen zu suchen
  • Die unterschiedlichen Kulturen kennenzulernen und zu tolerieren
  • Einen bewussten Umgang mit Medien zu erfahren
  • Die Natur zu entdecken und zu schätzen
  • Hilfestellungen bei der Erledigung der Hausaufgaben zu finden
  • Anregungen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu suchen und kennenzulernen

  

7. Schwerpunkte unserer Arbeit 

7.1. Arbeit mit offenen Bezugsgruppen 

Unser Kinderhort ist für die Betreuung von 54 Kindern konzipiert. Da uns im neuen Haus zwei bzw. drei Etagen mit unterschiedlich großen Räumen zur Verfügung stehen, haben wir unser offenes Konzept übernommen. Das heißt, für alle Kinder stehen alle Räume des Hortes zur Verfügung und je nach Interessengruppen spielen die Kinder in den dafür vorgesehenen Zimmern. Um die Elternarbeit zu erleichtern und Lehrergespräche gezielt durchführen zu können, sind die 54 Hortkinder in zwei Bezugsgruppen aufgeteilt. Sie sind nicht räumlich streng in zwei Gruppen eingeteilt, sondern können alle Spielräume frei wählen. Lediglich die Zuordnung zu den Hausaufgabenbereichen findet aus pädagogischen und organisatorischen Gründen nach Klassenstufen statt. Hierbei richten gezielt zwei Betreuer ihren Blick auf ihre Bezugskinder und deren Entwicklung. Somit arbeiten sie eng mit den Eltern und den Lehrern zusammen. Selbstverständlich können sich die Eltern an jeden Betreuer wenden, denn wir sind im Kontakt mit jedem einzelnen Kind und tragen dafür gemeinsam die Verantwortung.

 

 


 


 

7.2. Projektarbeit

Igel Theater 2016

Einer der Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit ist die Projektarbeit. Sie ist situationsorientiert und umfasst viele Gebiete. Im Rahmen von Projekten können Kinder unsere komplizierte Welt kennen und verstehen lernen. Projekte entwickeln sich aus dem Interesse der Kinder und aus den Fragen, die sie stellen. Aus diesem anfänglichen Interesse entstehen weitere Nachfragen, aus denen sich wiederum Nachforschungen und Experimente ergeben. Stets sind die Kinder aktiv beteiligt und mit Eifer bei der Sache. Ziel des Projektes liegt in der Auseinandersetzung mit einer Thematik. Angestrebt wird ein Zuwachs an Wissen und eine Kompetenzerweiterung bei den Kindern.
Unsere Projekte führen wir mit verschiedenen Interessengruppen durch. Interessante Projekte wie z. B. das Radioprojekt, das Tierweltprojekt, das Kinesiologieprojekt, das Farbprojekt, das Tanzprojekt, das Leseprojekt, das Rechenprojekt, das Theaterprojekt, das Englischprojekt, das Musikprojekt, das Zahnputzprofiprojekt u.v.m. werden im Hort mit den Kindern geplant und durchgeführt. Am Ende eines Projektes steht immer die Ergebnisdarstellung (ein Fest, eine Broschüre, eine Bilderwand oder ein Bericht). Jedes Projekt verlangt interdisziplinäres Arbeiten, bei dem jeder von jedem, aber vor allem jeder miteinander lernen kann.

 
7.3. Regeln und Grenzen

Trotz und vielleicht auch gerade wegen des großen Freiraums für die eigene individuelle Gestaltung des Nachmittags sind verbindliche Regeln und Absprachen wichtig. An diese müssen sich die Kinder, wie auch die Betreuer, halten. Regeln sollen zur Erleichterung des gemeinsamen Lebens dienen, für alle nachvollziehbar und überschaubar sein. Damit unsere Kinder die Notwendigkeit von Grenzen hinterfragen, selbst formulieren und einhalten lernen, ist es uns wichtig, dass Regeln und Grenzen in gemeinsamen Besprechungen, Kinderkonferenzen oder Krisensitzungen besprochen und gemeinsam getroffen werden. Die Kinder sollen unser Interesse an ihrer Meinung spüren und das Gefühl haben, dass sie ernst genommen werden. Außerdem lernen sie dadurch Meinungen und Interessen zu äußern, sich für eigene Bedürfnisse einzusetzen, zu diskutieren und kompromissbereit friedliche Lösungen für gemeinsame Probleme zu finden.

 

 


 


  

7.4. Ferienbetreuung

 

Pferdeprojekt 2016

 

Ferien in unserem Hort sind etwas ganz besonderes. Mit wenigen Schließzeiten im Jahr bieten wir eine ausgeprägte Ferienbetreuung. Da die Eltern nicht so lange Urlaub haben wie die Kinder Ferien, verbringen in dieser Zeit mal mehr, mal weniger Schüler den Tag im Hort. Es ist wichtig, den Kindern, die nicht in den Urlaub gefahren sind, eine schöne Ferienzeit zu ermöglichen. Die Feriengestaltung erfolgt in Absprache mit den Kindern, in dem wir gemeinsam pädagogisch sinnvolle und abwechslungsreiche Ferienprogramme zusammenstellen. 
Ein kleiner Teil unseres Ferienprogramms beinhaltet Eislaufen, Minigolfen, Kinobesuche, Ausflüge und Exkursionen in der näheren Umgebung verbunden mit den Walderlebnistagen, ein Tag im Tierpark, ein Spaziergang durch die Stadt, Ausflüge zu kulturellen Veranstaltungen, sowie ein Besuch der Bücherei, dem Kinder -und Jugendmuseum, Ausstellungen und Galerien. Auch ohne Fernsehen und Computer kennen die Kinder keine Langeweile. Spiele wie "Monopoly" und "Siedler von Catan" können endlich einmal bis zum Ende gespielt werden. Nach den Ferien hängen wir oft Fotos im Hort auf und tauschen uns innerhalb der Gruppe bezüglich der Ferienerlebnisse aus.

 

7.5. Umgang mit Konflikten

 

Tägliche Konflikte sind sehr wichtig, da sie Lernmöglichkeiten bieten und positive Erfahrungen mit sich bringen können. Aus diesem Grund sollten Konflikte nicht als "Störfaktor" schnell übergangen oder aus der Welt geschafft werden. Damit Kinder aus Konflikten lernen, darf der Betreuer nicht als Richter auftreten. Bei uns ist er permanent in einer Schiedsrichterfunktion anwesend, gibt Hilfestellungen und achtet darauf, dass die Kinder eigenständig Lösungen finden, die für alle Beteiligten am Konflikt zufrieden stellend und akzeptierbar sind. Es ist wichtig, dass nach einer gemeinsamen Konfliktbearbeitung sich niemand als Gewinner oder Verlierer fühlt. Häufiges Verlieren kann zu einem schlechten Selbstwertgefühl führen und zu neuem Fehlverhalten anregen, z. B. aus dem Hinterhalt erneut provozieren oder sich bei nächster Gelegenheit rächen. Unsere Vorgehensweise bei der Konfliktbearbeitung läuft immer nach dem gleichen Schema ab. Zunächst wird die Konfliktsituation mit allen beteiligten Kindern besprochen und dann nach einer für alle Beteiligten akzeptablen Lösung gesucht Da die Kinder oft emotional stark in das Geschehen verwickelt sind, dauert es oft lang, bis der Konflikt durchschaubar und sachlich besprochen werden kann. Aber nur wenn sich wirklich alle auch diese notwendige Zeit für diese Konfliktbearbeitung nehmen, können die Kinder auch etwas dabei lernen.

 


 

7.6. Kooperation mit der Schule

 

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Um die Kinder in schulischen Angelegenheiten unterstützen zu können, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Hort, Schule und Elternhaus unerlässlich. Dabei ist es uns wichtig, dass ein partnerschaftlicher Umgang gepflegt und gegenseitige Verantwortung für die Kinder übernommen wird, aber auch unterschiedliche Sichtweisen respektiert werden. Bei der Zusammenarbeit mit Schulen bzw. Lehrkräften geht es uns in erster Linie um einen Austausch über das Verhalten und die schulischen Leistungen des einzelnen Kindes. Wir sind bemüht, mit allen Lehrkräften in regelmäßigen Abständen Gespräche zu führen. Durchgeführte Lehrergespräche werden schriftlich festgehalten und können von den Eltern des betroffenen Kindes angesehen werden. Darüber hinaus werden die Eltern über die Gesprächsinhalte informiert. Unabhängig von den Lehrergesprächen halten wir zu einzelnen Lehrkräften situationsbedingt Kontakt über kurze schriftliche Mitteilungen im Hausaufgabenheft der Kinder o. telefonische Nachrichten. Ein Besuch des Betreuers bei schulischen Veranstaltungen, Sprechstunden und Terminen gehören zum Hortalltag dazu.

 

7.7. Hausaufgabenbetreuung

 

Die Kinder haben im Hort genügend Zeit mit Hilfe der Betreuer die schriftlichen Hausaufgaben zu erledigen. Aus organisatorischen Gründen können und sollen nicht alle Hausaufgaben im Hort erledigt werden. Das betrifft alle mündlichen Hausaufgaben (Lesen, zusätzliche Lernübungen, auswendig Lernen). Die Eltern haben dadurch einen fortwährenden Überblick über den Leistungsstand ihrer Kinder. Außerdem vermitteln sie ihren Kindern dadurch das notwendige Interesse an ihrem Schulalltag. Zu diesem Interesse gehört auch, dass die Schulsachen und die im Hort erledigten Hausaufgaben täglich kontrolliert werden. Unser großes Hausaufgabenzimmer ist in zwei Bereiche unterteilt: Im ersten Bereich befinden sich die 3. und 4. Klässler, im zweiten Bereich sind die 1. und 2. Klässler. So besteht die Möglichkeit sich intensiv und inviduell um die Kinder zu kümmern, da die Grupengröße und die Lautstärke vermindert sind. Bei der Gestaltung des Raumes bzw. beider Bereiche wurde auf eine häusliche und freundliche Atmosphäre geachtet, damit wird die Lernbereitschaft der Kinder gesteigert.  In den Bereichen selbst befinden sich außer Tischen und Stühlen nur funktionale Regale (z.B. für Schreibgeräte, Lexika, Duden usw.), die dadurch keine Ablenkung darstellen und durch ihr helles Holz trotzdem eine positive Wirkung schaffen. Auch bieten wir für unsere unterschiedlichen Lerntypen pädagogische Maßnahmen an, wie ein Zelt, Gymnastikbälle, ein Stehpult und Lärmschutzkopfhörer. Während die Kinder an ihren Aufgaben arbeiten, achten wir darauf, dass sie die richtige Sitzposition und die richtige Stifthaltung einhalten. Sobald die Kinder mit ihren Aufgaben fertig sind, werden erledigte Aufgaben kontrolliert und auf eventuelle Fehler hingewiesen, damit sie verbessert werden können.

 

 


 

7.8. Öffentlichkeitsarbeit

Spende Garte 2015-2

Der Kinderhort ist ein wichtiger Teil des sozialen Netzes einer Stadt. Somit ist unser Kinderhort ein wichtiger Bestandteil der Stadt Füssen. Uns ist es deshalb wichtig, die Öffentlichkeit kontinuierlich über unsere Arbeit in unserem Kinderhort zu informieren. Dies geschieht durch regelmäßige Pressemeldungen, Veranstaltungen, die Herausgabe von Dokumentationen, die Verbreitung eines Einrichtungsflyers, sowie der pädagogischen Konzeption, die dem Stellenwert des Hortes im Allgemeinen dienen. Auf diese Weise versuchen wir unser Leistungsangebot mit unserer qualifizierten Arbeit, sowohl intern für die Eltern, als auch extern für das Gemeinwesen, transparent zu machen. Durch die öffentliche Präsenz und durch die Teilnahme an Aktionen der Stadt Füssen wollen wir nicht nur ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken, sondern auch unsere Einrichtung mit dem Gemeinwesen vernetzen.
Gemeinsame Erkundungen und Besuche der öffentlichen Einrichtungen, wie z.B. das Eisstadion, die Stadtbibliothek, das Museum der Stadt Füssen, die Gemäldegalerie,die  Minigolfplätze, die Turnhalle oder das Kino bringen die Kinder in Kontakt mit dem Angebot des Gemeinwesens der Stadt Füssen. Zusätzlich tragen sie nachhaltig zu einer eigenständigen, sinnvollen Freizeitgestaltung unserer Hortkinder außerhalb unserer Einrichtung bei.

 

7.9. Zusammenarbeit mit den Eltern

Der Kontakt zu den Eltern ist uns besonders wichtig. Zum Wohl des Kindes ist es von Bedeutung, gegenläufige Prozesse zu vermeiden. Dazu streben wir eine gute Zusammenarbeit auf einer vertrauensvollen Basis an, die gegenseitige Offenheit, Ehrlichkeit, sowie Akzeptanz voraussetzt. Unser Ziel ist es, die Eltern umfassend und aktuell über die Entwicklung ihres Kindes und die pädagogische Arbeit zu informieren. Folgende Informationsmöglichkeiten bieten wir den Eltern an: Aushänge, E-Mails, Infowände, Briefe, Flyer, Tür- und Angelgespräche, Lehrergespräche, Elterngespräche, Hospitationen, Elternabende, gemeinsame Aktionen, Feste und Veranstaltungen, Elternbefragungen usw. Außerdem ist der jährlich gewählte Elternbeirat ein wichtiges Bindeglied zwischen den Eltern, unserem Team und dem Träger. Hierbei ist eine verständnisvolle Zusammenarbeit das Ziel. Der Elternbeirat soll Interessen aller Horteltern vertreten und kann durch engagierte Öffentlichkeitsarbeit das Konzept, die Arbeitsweise und die Anliegen des Hortes wirkungsvoll nach außen präsentieren.  

 

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Hundertwasser Projekt 

 


 

8. Tagesablauf

Für das Hortpersonal beginnt der Kinderhortalltag, bedingt durch das offene Konzept, zu unterschiedlichen Arbeitszeiten. Bis die ersten Kinder von der Schule kommen, bleibt Zeit für Büroarbeiten, Reparaturen, Planungen, pädagogische und organisatorische Vor- und Nacharbeiten. Um ca. 11:15 Uhr kommen die ersten Kinder aus der Schule in den Hort. Vor Beginn der Hausaufgaben, ist es uns wichtig, mit den Kindern Gespräche über ihren Schulalltag zu führen. So fühlen sich die Kinder wahrgenommen/wertgeschätzt und können ihr ein oder anderes Problem loswerden. Auch legen wir großen Wert darauf eine Bindung und vor allem eine vertraute Beziehung zu den Kindern aufzubauen.

Nun gehen die Kinder in das Obergeschoss, um ihre schulischen Anforderungen und Aufgaben zu erledigen. Hier warten jeweils zwei Betreuer für die Erst- und Zweitklässler und Dritt- bis Fünfklässler um sie dabei zu unterstützen und zu stärken. Alle Kinder, die ihre schulischen Aufgaben komplett erledigt haben, können zwischen dem Spielzimmer, Rollenspielzimmer und dem Zirkusraum wählen um sich einen Ausgleich zum Schulalltag zu schaffen. Die Hausaufgabenzeit beginnt um ca. 11:15 Uhr und endet um 16:00 Uhr.

Um 12:45 Uhr bereitet der Tischdienst die Mensa vor und deckt alle Tische. Danach treffen wir uns um 13:00 Uhr mit allen Kindern um die Regeln beim Mittagessen nochmal zu besprechen. Dann gehen wir gemeinsam in die Mensa und wünschen uns dort einen guten Appetit. Das vollwertige Menü wird täglich frisch zubereitet und von der Firma "Weese- Verpflegung mit System"  Restaurant in Füssen angeliefert. Nach dem Essen erledigen die Hausaufgabenkinder noch ihre schulischen Anforderungen und der Rest geht mit den Betreuern ins Freispiel. Hier können die Kinder ihren Interessen nachgehen und ihren Spielort, sowie ihre Spielpartner frei wählen. Um 13:30 Uhr sind unsere Lese- und Rechenpaten täglich im Haus und unterstützen die Kinder in ihrer Lese- und Rechenfähigkeit. 

Um 16:00 Uhr treffen wir uns zur gemeinsamen Teestunde in der Mensa. Die Teestunde bildet den gemeinsamen Abschluss des Nachmittags mit Gelegenheit zu Reflexionen, Gesprächen, Konferenzen, Themenkreisen, gemeinsamen Spielen oder den Feiern von Geburtstagen. Einzelne Hortkinder gehen schon nach Hause.

Am Freitag werden keine Hausaufgaben im Hort gemacht, sodass die Eltern am Wochenende immer auf dem Laufenden bleiben wie das Kind arbeitet und womit es sich im Unterricht auseinandersetzt.

 

 


 

9. Projekte

Neben den verschiedenen und vielfältigen Angeboten zur Freizeitgestaltung im Hort haben die Kinder Möglichkeit an vier Tagen in der Woche an gezielten Beschäftigungen, Projekten und Aktivitäten teilzunehmen. Diese finden nachmittags in der Zeit nach den Hausaufgaben (ab 15.30 Uhr oder ab 16.00 Uhr als Aktion in der Teestunde) statt und sind thematisch gegliedert.  

Unser Jahresprojekt ist Erlebnispädagogik, bei dem die Kinder verschiedene Sport- und Bewegungsangebote nutzen können, wie z.B. Slackline, Klettern an Bäumen und Seilen, Batakkas, Ringen, Kampfspiele uvm. Jeden Freitag steht uns die Turnhalle der Mittelschule zum Fußballspielen, Turnen und für tolle Spiele zur Verfügung. Über die Wintermonate gehen wir regelmäßig mit den Kindern zum Schlittschuhlaufen ins BLZ Füssen. Zum Erlebnispädagogikprojekt gehören auch unsere regelmäßigen Waldtage.

AWO Erlebnispaedagogik 54

Batakaschläger sind (meist für therapeutische Zwecke eingesetzte) Schaumstoffschläger, mit denen sich immer zwei Kinder in einem festgesteckten Rahmen duellieren können. Dies hat das Ziel der Aggressionsbewältigung und das Austesten der Stärken der Kinder. Seit wir dieses Angebot durchführen ist die körperliche Gewalt gegenüber anderen Kindern stark zurückgegangen. Außerdem bietet unser Sozialpädagoge weitere Angebote zur Bewältigung von Frustration, Aggression oder Gewalt an, ebenso um den Kindern zu ermöglichen ihren natürlichen Trieb des Kräftemessens nach zu kommen. Anhand der Methode des Ringens müssen die Kinder versuchen ohne körperliche Gewalt den Gegner von einer Matte zu drängen, mit Hilfe von Körper, Geist und Kraft.

Daneben findet regelmäßig unser Tanzprojekt statt, das jungen- und mädchenspezifisch ausgerichtet ist. Die Jungs können beim Breakdance ihre Kraft, ihr Koordinationsvermögen, sowie ihre Ausdauer trainieren und bei vielen Auftritten unter Beweis stellen. Auch die Mädchen können beim Schleiertanz, Stocktanz und beim Hip-Hop schwierige Choreographien einüben und dann stolz auf der Bühne präsentieren. Außerdem gehören orientalische Tänze, das Basteln von orientalischem Schmuck und das Gestalten von Kostümen zu unserem Tanzprojekt. Wie bereits erwähnt, treten unsere Kinder auch auf verschiedenen Festen im Ort auf und geben die schwierigen Choreographien zum Besten.

Die Kinder können auch an Kurzprojekten teilnehmen, die wir je nach Jahreszeit, Interesse und Wünsche der Kinder anbieten. Dazu gehören Englisch, Musik und Kunst. Diese Projekte gehen nur über eine bestimmte Dauer von vier bis acht Wochen und sind zielgerichtet aufgebaut.

 

 


 

9.1 Zusätzliche Sprach-, Lese- und Rechenförderung

Seit drei Jahren findet in unserem Hort das Leseprojekt mit unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern statt. Ein Projekt zur Stärkung der Lesekompetenz und zur Förderung von Chancengleichheit und Integration. Nicht nur für deutsche Kinder, sondern insbesondere für die Kinder mit Migrationshintergrund ist dieses Projekt eine Maßnahme zur Verbesserung der Chancengleichheit. Es eröffnet den Kindern die Möglichkeit einer erfolgreichen Schulkarriere, sowie positive Zukunftsperspektiven und trägt so langfristig zu einer gelungen Integration bei.

Durch dieses Projekt werden bei den Kindern folgende Bereiche gefördert:

  • Stärkung der Lesefertigkeit
  • Verbesserung des Leseverständnisses
  • Weckung der Leselust
  • Schulung der Sprachfähigkeit
  • Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit und vieles mehr

Seit Oktober 2010 findet ebenso durch unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter das Rechenprojekt statt, hier werden vor allem Kinder mit Rechenschwierigkeiten bei ihren Hausaufgaben betreut und unterstützt. Durch spielerische Art und Weise, werden die Kinder indiviiduell gefördert und gestärkt. Zusätzlich bieten die Ehrenamtlichen Rechenspiele, -mandalas und -materialien zur Festigung der Rechenkompetenz an.

Durch dieses Projekt werden die Kinder in folgenden Bereichen gefördert:

  • Spaß am Rechnen mit den richtigen Methoden
  • Verbesserung der Zählkompetenz
  • Visuelles und räumliches Vorstellungsvermögen
  • Verständnis geometrischer Grundformen
  • Steigerung des Selbstvertrauens
  • Grundverständnis über mathematische Rechenoptionen
  • Langfristige Verbesserung der Rechendefizite etc.

Von Montag bis Donnerstag 14.00 Uhr - 16.00 Uhr kommen jeweils zwei Ehrenamtliche, die mit den Kindern gemeinsam lesen und rechnen.

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10. Betreuungs- und Buchungszeiten

 Stunden   Kosten
 3 - 4 Std. / tägl.  50,00 € monatl.
 4 - 5 Std. / tägl.  52,50 € monatl.
 5 - 6 Std. / tägl.  55,00 € monatl.

 Ferien             Kosten
 15 - 29 Tage  4,20 € monatl.
 30 - 44 Tage  5,00 € monatl.
 alle Ferien  5,80 € monatl.

 

Zur Beachtung:

Zusätzlich zu der monatlichen Kinderhortgebühr kommen monatlich noch 1.50 € Getränkegeld und 3.50 € Spielgeld und die jeweilige Feriengebühr hinzu.

Die täglichen Kosten für das Mittagessen betragen 3.50€ / Essen. Bring- und Abholzeiten sind in der gebuchten Zeit mit eingeschlossen.

 

 


 

11. Kooperation mit anderen Institutionen

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Impressum:

Unsere Konzeption ist ein dynamischer Leitfaden für unsere Arbeit und wird vom Team regelmäßig reflektiert und fortgeschrieben.


Das Kinderhortteam:

  • Frau Angelika Schneider, Hortleitung
  • Frau Tatiana Galkina, Erzieherin
  • Frau Nicole Bonnichsen, Kinderpflegerin
  • Frau Sandra Assaloni, Erzieherin
  • Frau Gabriele Pautzke, Kinderpflegerin
  • Frau Gabriele Kutschenreuter, Sozialpädagogin
  • Frau Marina Göppel, Kinderpflegerin

 

Stand: Mai 2017

 

 

 


 

 

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Sprache in allen Bereichen

Konzept zur Hortempfehlung

Grundbedürfnisse von Kindern

Grundbedürfnisse von Kindern sind das Erfahren von Angenommensein und Zuneigung durch andere Menschen, die Achtung als Person, der Schutz vor Gefahren, gesunde Ernährung und das Gefühl von Geborgenheit.

Ihre Berücksichtigung gehört zur Betreuungsaufgabe des Horts. Daneben sind aber stets auch Bildungs- und Erziehungsaspekte zu berücksichtigen.

Der Betreuungsaspekt erhält besonderes Gewicht für jene Kinder, die in schwierigen Familien- und Lebensverhältnissen aufwachsen.

Personale Kompetenzen

In unserem Hort werden alle Kinder mit ihren Eigenheiten, ihrem Wissen und Können angenommen und in ihrer Inpidualität gestärkt und unterstützt.

Im Miteinander mit den Erwachsenen:

  • Wir bieten Unterstützung bei der Konfliktbewältigung:

in vielen Gesprächen und durch Mediation Philosophieren mit Kindern

  • Wir bieten den Kindern Gesprächsmöglichkeiten mit allen Gesprächsregeln z.B. aktives Zuhören
  • Wir nehmen die Kinder mit Ihren Gefühlen und ihren Bedürfnissen sehr ernst
  • Wir fördern das Selbstbewusstsein und Kennen lernen der eigenen Fähigkeiten z.B. verschiedene Dienste, wir feiern Geburtstage und Abschiedsfeiern. Die Kinder übernehmen selbständig Arbeiten im Tagesablauf z. B. beim Mittagessen, Teestunde,
  • Wir bieten viele Projekte zur Selbstverwirklichung

z. B. Tanz, Sport, Ringen, Schlittschuhlaufen, Break-Dance

  • Wir achten auf einen bewussten Umgang mit dem eigenen Körper und der Gesundheit z. B. Zähne putzen, gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und frische Luft.
  • Die Kinder sind stolz auf ihre eigene Herkunft z.B. Projekt „Kinder aus aller Welt“, Weihnachtsfeste aus aller Welt, Englisch, Lieder und Literatur, orientalische Tänze.
  • Die Kinder übernehmen Verantwortung für ihr Schulmaterial, die Einteilung und Bewältigung der täglichen Hausaufgaben.
  • Zur Selbstverwirklichung und zur Umsetzung der eigenen Ideen bieten wir kreative Workshops, verschiedene Angebote in der Freizeitgestaltung.
  • Die Kinder lernen ihren eigenen Standpunkt zu erklären und ihre Meinung zu vertreten und das Akzeptieren der Meinung anderer z. B. Kinderkonferenz, Krisensitzungen, Gesprächsrunden und Abstimmungen in verschiedenen Formen.

 

 

Soziale Kompetenz

In unserem Hort haben die Kinder eine gute Möglichkeit ihre sozialen Kompetenzen zu erweitern, auszuprobieren und im Prozess neues dazu zu lernen. Im täglichen Miteinander und einer großen Altersmischung (6- 12 Jahre) ist dies sehr gut möglich.

Wir bieten Erlebnisse in alters und geschlechtshomogenen Gruppen z. B. Tanzen für Jungen und Tanzen für Mädchen, Angebote in der Turnhalle, eine männliche Fachkraft als Vorbild, männliche Lesepaten.

Partizipation als Bestandteil im täglichen Miteinander z. B. bei der Essensplanung, bei der Freizeitgestaltung, Mitbestimmung beim Einkauf und bei Neuanschaffungen, aktive Mitarbeit bei der Ferienplanung und bei Projekten, Mitbestimmung bei Regeln und deren Einhaltung.

Die Freispielzeit, nach den Hausaufgaben, ist unsere wichtigste Zeit alle sozialen Fähigkeiten zu üben und auszuprobieren, da dies keine künstlich geschaffene Situation für die Kinder ist. Die Kinder üben ihre Selbstwirksamkeit, alle Umgangsformen, Umgang mit Konflikten und den eigenen Gefühlen, sie verarbeiten ihre Gefühle und benutzen die Sprache in allen Formen z.B. Nachahmung der Erzieherin. In dieser Zeit schließen die Kinder neue Kontakte und Freundschaften.

Im täglichen Miteinander üben die Kinder alle Kommunikativen Fähigkeiten. Sie verbalisieren ihre eigenen Gefühle und werden sensibel für die Bedürfnisse der Anderen und lernen diese sprachlich auszudrücken.

In unseren vielfältigen Angeboten, wie Spiele, Projekten, Gemeinschaftsaufgaben (z.B. Dienste, Achtung auf Sauberkeit, Große achten auf die Kleineren) fördern wir die Kooperation, den Gemeinschaftssinn und die Verantwortungsübernahme für die unseren Hort. „Jeder trägt seinen Teil zu einem guten Gelingen bei“:

In unserem Hort finden die Kinder einen geschützten Raum, in dem sie alle Fähigkeiten erlernen und erproben können, die sie dann im weiteren Leben brauchen. Dazu gehören unter anderem Zusammenhalt, Rücksichtnahme, aber auch Anpassung und Einfühlungsvermögen an die jeweilige Situation

 

Wissens- und Lernkompetenz

Ein großer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Unterstützung der Kinder bei den täglichen Hausaufgaben.

Wir bieten inpiduelle Hilfe bei der Einteilung und Durchführung der Aufgaben – „Hilfe zur Selbsthilfe“

Wir stellen viele Lernmaterialien bereit: Lexikas, Duden, Zahlen- und Buchstabentafeln, Lernplakate, Rechenmaterialien (Perlen, Steine, Rechenschieber) Zur Motivation der Kinder nutzten wir vielfältige inpiduelle Belohnungsformen z.B. Perlen.

Wir schaffen eine lernanregende Atmosphäre z.B. Bereitstellung von Wasser, gut durchgelüftete und ordentliche Räume, Ruhe, Entspannungsmusik, Edu Kinesthetik.

Einsatz von Medien z. B. Rechenspiele am PC.

Lesepaten unterstützen die Kinder bei Hausaufgaben und ganz aktiv beim Lesen lernen und üben.

 

Die Projektarbeit nimmt in unserem Haus eine großen Raum ein Raum ein.

Regelmäßige Projekte sind: Tanzen (Jungen – Mädchen), Zeichnen und Malen, Bewegung im Freien, Lese- und Sprachförderung, Teestunde mit Gesprächen, Rätsel und Spielen, Sportprojekt, Englischangebot, „Kinder aus aller Welt“, Rechenprojekt, Lesepaten, Besuch in der Bücherei, Experimentieren und Forschen, Kochen mit verschiedenen Rezepten, Märchenstunde mit Vorleserin, Lieder und Musik, Meditationen.

Projekte im Jahreskreis: wechselnde Ferienprojekte, Ostermarkt mit Hilfe des Elternbeirates, Auftritte auf dem Weihnachtsmarkt, Weihnachtsfeier, Sommerfest.

 

Erarbeitet im Hortteam AM 15:03:2011

Schriftliche Ausarbeitung: Frau Pia Guggemos in Zusammenarbeit mit der Sprachberaterin Frau Jutta Heim-Sperllich

 

 

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